Beim Schlussakt vor der WM nicht dabei - Erneut ein starker Platz drei im Verfolger von Antholz
Wieder das Podest für Franzi Preuß aus Albaching im Biathlon-Weltcup von Antholz: Platz drei heute im Verfolger. „Ich hab gewusst, dass ich beim letzten Schießen die Null brauche“, kommentierte die 30-Jährige im ZDF ihr Rennen. Sie habe taktieren müssen beim Schlusssprint und dann Vollgas ins Ziel. Es sei zum Glück die richtige Taktik gewesen.
Die Fans werden die Franzi morgen um 12.05 Uhr in der Frauen-Staffel von Antholz nun vermissen, denn sie ist beim Schlussakt vor der WM – Mitte Februar in der Schweiz – gar nicht nominiert. Sie möchte auf eigenen Wunsch vorzeitig pausieren. Stattdessen: Die nachnominierte Marlene Fichtner aus Traunstein, Sophia Schneider aus Vachendorf sowie die ebenso nachnominierte Julia Kink aus Frasdorf und Selina Grotian sollen es rocken am Sonntag und ihre Chance nutzen.
Bei strahlendem Sonnenschein war Sprint-Siegerin Lou Jeanmonnot im Verfolger-Rennen als Erste auf die Strecke gegangen. Die Französin baute ihren Vorsprung gegenüber ihren deutschen Konkurrentinnen nach einem fehlerfreien Liegendschießen aus – Selina Grotian und Franzi Preuß, ihre Verfolgerinnen aus dem Sprint, ließen jeweils beim ersten Liegendanschlag eine Scheibe stehen und fielen zunächst etwas zurück.
Aber dann, dann lief es wieder super für die Franzi – null Fehler nervenstark bei 15 weiteren Schüssen.
Neben der Gesamt-Weltcup-Zweiten zeigte mit Julia Simon eine zweite Französin ebenfalls herausragende Qualitäten am Schießstand. Ihren einzigen Fehlschuss beim letzten Stehendschießen konnte Jeanmonnot bei ihrem souveränen Sieg aber locker verkraften. Denn ihr Vorsprung auf ihre Teamkollegin, die mit einigem Rückstand auf Platz zwei folgte, war komfortabel.
Mit Jeanne Richard mischte noch eine dritte Athletin aus Frankreich im Rennen um das Podest mit, zeitgleich mit der Franzi ging es nach der letzten Schusseinlage zwischen diesen beiden um das Podest. Beim letzten Anstieg attackierte Preuß, die Weltcup-Gesamtführende zog das Tempo unwiderstehlich an, an Richard vorbei und sicherte sich im Schlussspurt erneut Platz drei. Selina Grotian büßte insgesamt vier Plätze ein bei zwei Schießfehlern, lieferte mit Rang sechs aber dennoch ebenso ein starkes Ergebnis ab.
Jeanmonnot machte als Siegerin vor Simon weitere 25 Punkte in der Gesamtwertung auf die Franzi gut und bleibt damit ihre schärfste Konkurrentin – derzeit 92 Punkte hinter ihr.
Foto: Renate Drax / Weltcup Ruhpolding vor einer Woche
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