Autorin Monika Nebl präsentierte ihren achten Wasserburg-Krimi im Café Schranne

Wie recherchiert man für einen Regionalkrimi, der im Fasching spielt? Hinter die Kulissen schauen und mitten hinein in die oftmals akribische Arbeit einer Autorin, durften die Zuhörer der Lesung von Monika Nebl am Donnerstagabend in der besonderen Atmosphäre der „Schranne“ am Wasserburger Marienplatz. Die Griesstätter Schriftstellerin stellte im vollbesetzten Café ihr neuestes Buch „Mords-Malefiz“, den achten Fall ihrer Wasserburger Hobbyermittlerin, vor.

Autorenkollegin, Fan seit Band eins und Mitorganisatorin Romana Steinwender eröffnete die etwa zweistündige Veranstaltung und hatte neben Blumen und ihrem Lob für die „Krimi-Minnie“ auch Glückwünsche zum Buch von der zurzeit sehr umtriebigen Stadtgarde Wasserburg im Gepäck, was die Autorin sichtlich freute.

Einige Lacher kamen aus dem Publikum unter anderem, als Monika Nebl erzählte, wie sie die Zeitabfolge von Mord, Ermittlungsergebnissen und auch die Termine des Faschings unter einen Hut bringen musste. Daumen hoch gab es von einem Fachmann im Publikum, als die Autorin ihre Quelle der Rechtsmedizin zitierte und preisgab, dass eine genaue Angabe des Todeszeitpunkts so gut wie nie möglich sei, auch wenn man es von Filmen her gewohnt sei.

Vanessa Nebl unterhielt bestens mit fünf selbst komponierten Liedern mit klugen und berührenden Texten. Sie erntete ebenfalls viel Lob von den über 50 Gästen für ihre Darbietung mit Gesang und Gitarre vom englischsprachigen Lovesong, einem Mutmachlied bis zu gesellschaftskritischen Inhalten. Melodien mit „Ohrwurm-Potenzial“ urteilten die Zuhörer.

In Gesprächen in der Pause und zu Ende der Veranstaltung zeigten sich die Gäste über die aufwendige Recherche erstaunt, die die Autorin auch auf die Burg geführt hat. Die Stadtgarde Wasserburg, die noch einige Wochen fleißig in und um Wasserburg auftritt, sowie ehemalige Prinzessinnen der Vogtareuther Faschingsgesellschaft hatten großen Anteil am Gelingen des Buchs, worüber die Autorin ebenfalls witzige und informative Anekdoten erzählte. Ihr Bericht vom chaotischen Start ihrer mittlerweile sehr erfolgreichen Krimi-Reihe brachte den ein oder anderen mitfühlenden Zuschauer sogar dazu, die Hände vors Gesicht zu schlagen. „Doch dank meiner Wasserburger Buchhandlungen, die mich großartig unterstützen, hat alles geklappt“, so die Autorin, die nun darüber lachen kann.

„Ein wunderbarer Abend, kurzweilig und amüsant“, war der allgemeine Tenor des begeisterten Publikums.

Im quirligen Leben von Monika Nebl steht nun als nächstes die Buchmesse Rosenheim am 22. und 23. März im Gasthof Höhensteiger, Rosenheim Westerndorf, und die Buchmesse Leipzig an.

Die Wasserburger können sich ganz neu über die Vertonung des „Stadtspaziergangs“ aus der Benefizanthologie des Innkaufhauses, hinterlegt von wunderschönen Bildern, freuen. Den Video-Podcast gibt es auf Youtube bei „Monika Nebl – Autorin“ zu sehen und zu hören.

Bilder: Fotoatelier G. Nebl