Spitzenspiel: Mehrmalige Aufholjagden der Basket-Ladies aus Wasserburg wurden nicht belohnt

Es bleibt bei Rang vier in der Liga: Die Wasserburger Basketball-Damen mussten sich am Samstag in einem Overtime-Krimi am Ende den Sharks in Würzburg geschlagen geben.

Drei (!) Verlängerungen benötigten die Sharks, um sich im Spitzenspiel der 2. Damen-Basketball-Bundesliga gegen den Verfolger TSV 1880 Wasserburg durchzusetzen. Die Unterfränkinnen besiegten den Tabellenvierten mit 100:91, halten somit die Konkurrenz auf Distanz und verteidigten den zweiten Platz. Mehrmalige Aufholjagden des Prantl-Teams aus Wasserburg wurden am Ende nicht belohnt … 

Zwei Spiele stehen nun in der regulären Saison noch bevor, ehe es dann Anfang April mit den Playoffs losgeht. Kommendes Wochenende geht es für die Wasserburgerinnen nun nach Stuttgart, derzeit Tabellenfünfter genau hinter den Damen vom Inn. Beginn ist am Samstagabend um 19.15 Uhr.

Danach, dass es am Samstagabend eine spannende Partie werden würde, sah es zu Beginn des Spiels allerdings noch nicht aus. Die ersten sechs Minuten waren es nur die Würzburgerinnen, die ein ums andere Mal punkten konnten. So stand es 2:17 aus Sicht der Innstädterinnen. Bis zum Viertelende konnten die Damen vom Inn zwar noch ein paar Punkte sammeln, kamen allerdings noch nicht näher ran an Würzburg beim 8:23.

Im zweiten Viertel starteten sie dann die erste Aufholjagd. Stück für Stück kämpften sie sich wieder an Würzburg heran und waren beim 24:28 in der 16. Minute wieder da. Doch in den verbleibenden vier Minuten des Viertels schlichen sich immer wieder kleine Ungenauigkeiten ein und so konnten sie nicht mehr weiter verkürzen. Mit 30:37 ging es dann in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel war es dann ein Spiel auf Augenhöhe zwischen den beiden Top-Teams. Hier zeigten sie, warum sie zu Recht auf den Plätzen vier (Wassserburg) beziehungsweise zwei (Würzburg) stehen. Die beiden Teams punkteten je mit schön herausgespielten Aktionen nahezu im Wechsel, wobei Würzburg erneut knapp mit 23:25 die Oberhand behielt. So ging es mit einem 53:62-Rückstand in den eigentlich letzten Spielabschnitt.

Zehn Minuten blieben den Damen vom Inn also noch, um das Spiel doch noch zu drehen.

Und sie kämpften was das Zeug hielt. Punkt für Punkt arbeiteten sie sich wieder an Würzburg heran und in der 36. Minute waren sie – was beim Start ins Spiel wohl kaum einer für möglich gehalten hatte – wieder auf 68:70 dran. Eine Minute später stand es 70:72. Dann passierte für eine gefühlte Ewigkeit erstmal nichts, ehe Tori Waldner kurz vor Schluss für den 72:72-Ausgleich sorgte. 40 Sekunden später ertönte der Buzzer – Verlängerung.

Maria Perner war es dann, die in der 43. Minute per Dreier für die ersten Punkte sorgte. Würzburg konterte mit zwei Punkten, kurze Zeit später tat es Sophie Perner ihrer Schwester gleich und erhöhte auf 78:74. Würzburg konterte erneut mit zwei Punkten und einem Freiwurftreffer, 78:77, noch knapp eine Minute zu spielen. 40 Sekunden vor Schluss durften sie nochmal an die Freiwurflinie, Michel verwandelte allerdings nur einen von zwei zum 78:78. Dann ertönte wieder die Sirene – Verlängerung zum zweiten.

Erneut ging es hin und her zwischen den beiden Teams, denn beide wollten den Sieg nun erst Recht. Für Würzburg war es vor allem Weltz, die immer wieder für Punkte sorgte, bei den Wasserburgerinnen war es Tori Waldner.

Knapp eine Minute vor Ende der zweiten Overtime stand es 82:85. Hier musste, nach etwas Unstimmigkeiten, Sophie Perner mit ihrem fünften Foul auf der Bank Platz nehmen. Seit der ersten Overtime war auch bereits Bente van Beers mit fünf Fouls aus dem Spielgeschehen ausgeschieden. 40 Sekunden vor Schluss war es dann Manu Scholzgart, die per Dreier für den Ausgleich sorgte. Doch Würzburg punktete nochmal durch Michel mit zwei Punkten. Aber Maria Perner legte neun Sekunden vor Ende nochmal einen nach – 87:87. Die Sirene ertönte – Verlängerung die Dritte.

In dieser versuchten die Innstädterinnen zwar noch einmal alles, doch es wollte kaum mehr was gelingen. Würzburg hingegen konnte ein ums andere Mal punkten. So mussten die Damen vom Inn das Spiel trotz großen Kampfgeistes und Siegeswillen das Spiel und somit auch die Punkte am Ende mit 91:100 in Würzburg lassen.

Es spielten:

Tori Waldner (24 Punkte, 15 Rebounds, 6 Assists),

Sophie Perner (16 Punkte, 5 Rebounds, 6 Assists, 4 Steals),

Maria Perner (14 Punkte, 9 Rebounds, 3 Steals),

Ira Weymar (11 Punkte, 8 Rebounds),

Manuela Scholzgart (9 Punkte, 2 Rebounds),

Kate Hill (9 Punkte, 5 Rebounds, 6 Assists),

Lina Lieckfeld (4 Punkte, 8 Rebounds),

Bente van Beers (4 Punkte, 2 Rebounds) und

Alessia Pop.