Für den Fastenprediger Stefan Meidert - „Starkes Starkbierfest" der Sportler beim Kirchenwirt
Sie scheuen keine Mühen, weil a bissal a Gaudi muass sei: Die Sportler aus Rechtmehring richteten heuer ihr Starkbierfest beim Kirchenwirt in Rechtmehring aus. Schnell war das Fest restlos ausverkauft. So konnte es vor vollem Haus losgehen. Nach der Begrüßung durch Vorstand Richard Achatz begann der offizielle Teil mit einer lustigen Aufführung der Rechtmehringer Theaterspieler: In Anlehnung an das Königlich Bayerische Amtsgericht wurde eine vermeintliche Lärmbelästigung beim Kirchenwirt verhandelt …
Ursächlich für den Lärm war wohl der ortsansässige Maurermeister Christ Hanslmeier – brillant verkörpert durch Seppe Wimmer – der zu mitternächtlicher Stunde noch dringend ein „Biesl-Podest“ beim Wirt betonieren musste.
Durch die Feierlichkeiten der Faschinghochzeits-Gesellschaft fühlte sich eine Mitbürgerin offensichtlich in ihrer Nachtruhe gestört, so dass sie dies zur Anzeige brachte. Sämtliche Anklage-Punkte wurden aber vom nachsichtigen Richter fallengelassen …
Im Anschluss an das Theaterstück trat die Rechtmehringer Showtanzgruppe „Rechtmehringer Diamanten“ auf und gab unter frenetischem Applaus noch die ein- oder andere Zugabe zum Besten.
Dank für „die zahlreichen Fehltritte“
Die „Mehringer Blechblosn“, die den ganzen Abend über für beste musikalische Unterhaltung sorgte, spielte dann gegen 21 Uhr den Rechtmehringer Fastenprediger Stefan Meidert alias Bruder Barnabas auf die Bühne, dessen Rede bereits mit Spannung erwartet wurde. Und das Publikum wurde nicht enttäuscht …
Während der gut einstündigen Rede blieb kein Auge trocken.
In seinen Ausführungen unter dem Motto „Es laffd gehörig wos vakehrt“ fokussierte sich Meidert überwiegend auf die Fehltritte der Rechtmehringer Bürgerinnen und Bürger und schnitt die Missstände der Welt- und Bundespolitik nur am Rande an. Meidert verstand es dabei, mit Wortwitz und teils versteckten Hinweisen Rückschlüsse auf die betroffenen Personen zu ziehen, ohne dabei persönlich oder gar beleidigend zu werden. Man wolle ja schließlich ein „gewisses Niveau“ in der Rede aufrechterhalten, „man sei ja nicht auf dem Nockherberg“, so Meidert.
Unter tosendem Applaus und stehenden Ovationen bedankte sich Stefan Meidert bei allen Beteiligten für die zahlreichen Fehltritte und setzte sich als Ziel, in den nächsten Jahren ein ähnlich gut besuchtes und vielleicht auch mehrmaliges Starkbierfest in Rechtmehring zu veranstalten – ähnlich wie die Starkbierfreunde aus dem benachbarten Haag, für deren restliche Aufführungen er an dieser Stelle auch noch Werbung betrieb.
Bei Barbetrieb und viel Musik wurde noch bis in die Morgenstunden weitergefeiert.
MB
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