So gelingt dem Hausrotschwanz ein guter Start in die Brutsaison

Ein knirschendes Zwitschern, gefolgt von melodischen Tönen – der Hausrotschwanz, Vogel des Jahres 2025 (Bild), meldet sich dieser Tage mit seinem unverwechselbaren Gesang zurück aus seinem Winterquartier.  Mit seinem Gesang macht das Männchen seinen Revieranspruch deutlich und versucht ein passendes Weibchen anzulocken. Doch der Hausrotschwanz findet immer weniger Nischen an Gebäuden zum Nisten und auch Insekten werden als Nahrung zunehmend knapp. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) gibt Tipps, wie sich zum Start in die Gartensaison dafür sorgen lässt, dass sich der Vogel des Jahres 2025 wohlfühlt.

Natürliche Vielfalt bewahren

Als Insektenfresser leidet der Hausrotschwanz unter dem Rückgang von Insekten durch naturferne Gärten und intensive Landwirtschaft. Ein naturnah gestalteter Garten oder Balkon hingegen bietet ihm wertvollen Lebensraum. Mit den ersten wärmeren Tagen haben viele Gartenbesitzende das Bedürfnis, im Garten Ordnung zu schaffen. Dabei gilt es, natürliche Rückzugsorte wie wildwachsende Ecken, Reisighaufen und Totholz zu erhalten, wo zahlreiche Insekten derzeit noch überwintern. Darüber hinaus bieten Holzstöße oder Steinhaufen dem Hausrotschwanz wichtige Ansitzmöglichkeiten – sowohl für die Nahrungssuche als auch als Bühne für seinen Gesang. Der LBV empfiehlt daher, auf übermäßige Ordnung zu verzichten.

Auf heimische Pflanzen setzten 

Heimische Pflanzen sind ein weiterer Baustein, um den Lebensraum des Hausrotschwanzes zu erhalten. Stauden und Sträucher, die bereits seit Generationen natürlicherweise im Freistaat wachsen, locken die heimischen Insekten an und bieten schützenden Rückzugort für den Vogel des Jahres. Jetzt im März, wenn das Wetter milder wird, ist der ideale Zeitpunkt, um bewährte Gartenpflanzen wie Glockenblumen, Astern oder blühende Gewürze wie Thymian, Gewöhnlichen Dost oder Staudensalbei zu pflanzen. Wichtig ist es, die Blühzeiten der Pflanzen aufeinander abzustimmen, so dass von Frühling bis Herbst immer ein Blütenangebot herrscht. Wer außerdem auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet, schafft so ein lebendiges Ökosystem, das dem Vogel des Jahres und vielen anderen Arten dauerhaft optimale Bedingungen bietet.

Nistplätze erhalten und schaffen

Der Hausrotschwanz, einst ein Felsbewohner, hat sich im Laufe der Zeit an das städtische Umfeld angepasst. Alte Gebäude bieten oft reichlich Nischen zum Nisten, doch moderne Bauweisen lassen häufig keine entsprechenden Hohlräume mehr zu. Wer Nistbretter unter dem Dach anbringt oder Halbhöhlennistkästen aufhängt, hilft dem Vogel des Jahres und anderen Gebäudebrütern, weiterhin geeignete Plätze zum Nestbau zu finden. Wer noch Nisthilfen für den Hausrotschwanz anbringen will, sollte jetzt keine Zeit mehr verlieren, denn die Brutsaison geht schon bald los. Zwischen März und Juli sollten Hausbesitzende darauf verzichten, Bau- oder Renovierungsarbeiten an Gebäuden durchzuführen, die den Hausrotschwanz und andere Gebäudebrüter stören könnten. Sind Sanierungsmaßnahmen unumgänglich, ist vorab sorgfältig zu prüfen, ob bestehende Nistplätze gefährdet sind.

Quelle: Pressemitteilung LBV / Bild: Andreas Hartl