Mit Ausnahme des Corona-Jahres 2021 - Der Agentur-Bericht für den März - Mit Tipp für Schüler
Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent – und somit um 0,4 Prozent höher als vor einem Jahr (2,8 Prozent im März 2024). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen beträgt 4.826. Hier sind 2.907 Männer und Frauen nach dem SGB III bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet – witterungsbedingt 205 weniger als im Vormonat Februar. Das heißt es heute aus der Agentur für Arbeit in Rosenheim.
Das Jobcenter Landkreis Rosenheim kümmert sich um 1.919 arbeitslose SGB II-Kundinnen und -Kunden, fünf weniger als im Februar. Insgesamt betreut das Jobcenter 3.954 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 3.039 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Betriebe aus den so genannten „witterungs-abhängigen Berufsfeldern“ haben Beschäftigte wieder eingestellt, die sie über die Wintermonate entlassen hatten. Auf den gesamten Agentur-Bezirk bezogen heißt das:
Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ist im Hoch-, Tief- und Innen-Ausbau (-109 Arbeitslose) sowie in der Land-/Tier-/Forstwirtschaft (-20), dem Bereich Gartenbau/Floristik (-77) und in den Bereichen Hotellerie/Gastronomie/Tourismus (-18) und Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (-22) zurückgegangen. Dies hat dazu beigetragen, dass die Arbeitslosenzahl um 400 Personen im ganzen Bezirk auf 10.440 gesunken ist. Die Arbeitslosenquote war mit 3,3 Prozent um 0,1 Prozent
punkte geringer als im Vormonat.
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, Dr. Nicole Cujai, sagt zur Lage auf dem Arbeitsmarkt:
„Es ist erfreulich, dass die Arbeitslosigkeit zum Stichtag Mitte März in allen Regionen des Agenturbezirks geringer war als im Februar. Auch wenn wir damit rechnen, dass sich die saisonübliche Belebung in den kommenden Wochen fortsetzen und die Arbeitslosigkeit weiter zurückgehen wird, hinterlassen die konjunkturellen Eintrübungen auch auf dem Arbeitsmarkt in unserer Region Spuren:
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist im März um 150 Personen geringer ausgefallen als vor einem Jahr und es waren – mit Ausnahme des durch die Corona-Pandemie geprägten Jahres 2021 – mehr Menschen arbeitslos gemeldet als in den vergangenen 14 Jahren zu diesem Zeitpunkt.“
Sie fügt hinzu: „Im bundesweiten Vergleich ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt in unserer Region jedoch weiterhin vergleichsweise gut. Für die Stabilität in unserem Agenturbezirk, der vor allem von kleinen Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten geprägt ist, spricht auch, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im September 2024 (das sind die aktuellsten vorliegenden Werte) mit 205.270 höher war als im Vormonat (+2.920) und im Vorjahresmonat (+510).“
Aktueller Stand auf dem Ausbildungsmarkt – Azubi-Start im September:
Im März waren noch rund 1.720 Ausbildungsplatz-Angebote für den Herbst gemeldet und knapp 1.300 waren zu diesem Zeitpunkt bereits vergeben. Zahlreiche offene Stellen gab – und gibt es weiterhin – in den Berufen
Kaufmann Einzelhandel (204),
Verkäufer (170),
Handelsfachwirt (92),
Arzt- und Praxishilfe (76),
Kaufmann Büromanagement (49) und
Koch (41).
Aber auch in Bereichen wie Industriekaufmann oder Industriemechaniker sowie Lagerwirtschaft und Postzustellung oder Versicherungs- und Finanzdienstleistungen waren und sind noch Angebote gemeldet.
Dr. Cujai wendet sich an die jungen Frauen und Männer, die im Sommer die Schule abschließen und noch nicht wissen, wie es danach für sie weitergeht und sagt: „Ruft unsere Berufsberater am besten gleich unter 08031/202-222 an. Die Kollegen unterstützen dabei, die passende Ausbildung oder fortführende Schule oder die richtige Studienrichtung zu finden. Zudem helfen sie bei der Suche nach Ausbildungs- und Studienplätzen und bei Bewerbungen.
Viele Angebote stehen auch unter www.arbeitsagentur.de/jobsuche.“
Zudem gibt sie den jungen Menschen den Tipp, die Osterferien für ein Praktikum zu nutzen.
Ein paar Schnuppertage seien häufig der Türöffner für den späteren Platz für die Ausbildung oder das duale Studium.
Veranstaltungstipps für junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen:
Am Samstag, 10 Mai, finden in Rosenheim zwei große Ausbildungsmessen statt: Von 9.30 bis 15.30 Uhr ist in der Auerbräu-Festhalle auf der Lorettowiese in Rosenheim die IHK-Jobfit mit Schwerpunkt auf Berufen der Industrie- und Handelskammer. Von 9 bis 15.30 Uhr ist in der Gaborhalle zudem die Rosenheimer Ausbildungsmesse, die viele weitere Berufsfelder abdeckt. Eine vorherige Anmeldung ist für die Messen nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
Der Arbeitsmarkt in den weiteren Regionen des Agenturbezirks Rosenheim:
Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent (Vormonat:
5,6 Prozent; März 2024: 4,6 Prozent). Derzeit sind 2.028 Bürgerinnen und Bürger ohne Arbeit.
Die Zahl der Kundinnen und Kunden, die nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III durch die
Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, ging um 56 auf 1.043 zurück. Im Jobcenter
Rosenheim Stadt wurden 985 Kundinnen und Kunden nach dem SGB II betreut, drei mehr als
im Vormonat. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.331 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die
in 1.786 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im März eine Arbeitslosenquote von 2,4 Pro
zent auf (Vormonat: 2,5 Prozent; März 2024: 2,2 Prozent). Das entspricht 1.738
beschäftigungslosen Bürgerinnen und Bürgern. Davon sind 972 Männer und Frauen, 73 weniger als
vor einem Monat, nach dem SGB III in den Agenturen für Arbeit Bad Tölz und Wolfratshausen
gemeldet. 766 SGB II-Kundinnen und -Kunden, 21 weniger als im Februar, sind beim Jobcen
ter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.361
erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.779 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.846 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet. Dies
entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent (Vormonat: 3,3 Prozent; März 2024: 2,9
Prozent). Davon sind 1.228 arbeitslose SGB III-Kundinnen und -Kunden bei der Agentur für
Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 69 weniger als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslo
sengeld II-Empfängerinnen und -Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als
„zugelassener kommunaler Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Dort sind 618 Men
schen arbeitslos gemeldet, 25 mehr als im Februar. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.348
erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.072 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
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