Neuer Film im Wasserburger Kino: Was, wenn jede Frau an einem gleichen Tag frei nehmen würde?
Was, wenn sich jede Frau einfach einen Tag – den genau gleichen – frei nehmen würde? Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser verließen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern, brachten sie ihr Land zum Stillstand und katapultierten Island zum „besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein“. Zum ersten Mal gibt es einen Film dazu von den Frauen selbst erzählt und mit spielerischen Animationen versehen … Zu sehen ab dem kommenden Sonntag in Wasserburg: „Ein Tag ohne Frauen“.
Der Film erscheint pünktlich zum 50. Jahrestag des Streiks und regt mit seiner Botschaft über die kollektive Kraft der Frauen, ihre Gesellschaft zu verändern, dazu an, das Mögliche neu zu denken. Der Film setzt den mutigen und humorvollen Frauen, die durch ihr Handeln diese Entwicklung in Gang gesetzt haben, ein eindrucksvolles Denkmal.
IS
2025
FILMREIHE Frauenpower
REGIE Pamela Hogan und Hrafnhildur Gunnarsdóttir
KAMERA Helgi Felixson
AB 0 JAHRE
LÄNGE 70 MIN.
Das Kino-Programm in dieser Woche in Wasserburg
Dienstag 01.04
17.45 UHR Niki de Saint Phalle – OmU
18.00 UHR HELDIN
20.00 UHR Beating Hearts – L‘ Amour ouf – Original mit Untertiteln
20.00 UHR DAS LICHT
Mittwoch 02.04
17.45 UHR NIKI DE SAINT PHALLE
18.00 UHR HELDIN
20.00 UHR Beating Hearts
20.00 UHR DAS LICHT
Freitag 04.04
20.00 UHR Kino-Werkstatt
KWS Klubnacht mit Dj David da Cruz
Samstag 05.04
20.00 UHR Kino-Werkstatt
The New Mourning
Was, wenn alle Männer gleichzeitig einen Tag lang frei nähmen? *duckundweg*
Ja, was. Dann steht die Arbeit. OK. Aber die wird bezahlt.
Wer bezahlt, wenn ich koche, putze, den ganzen Scheiß wegräume, der ständig liegen gelassen wird.
Wer bezahlt das Terminausmachen beim Kinderarzt, die Gespräche en der Schule, das Besorgen von Bekleidung.
Wer bezahlt die Organisation von Ausflügen, den Wust an Arbeit davor, das Aufarbeiten danach.
Das ist alles unbezahlte Arbeit, ohne die ein Haushalt nicht funktioniert.
Und diese Arbeit wird noch immer zu einem großen Teil von Frauen übernommen. Auch wenn diese selber berufstätig sind.
Inwieweit dies in der Lebensgemeinschaft gewürdigt wird, ist sicher unterschiedlich.
Aber spätestens mit dem Rentenbescheid kann man dann erbleichen.
@Frau: unschön zu hören, dass dies in deiner Partnerschaft so läuft. Für mich – Mann – ist Gleichberechtigung nicht nur eine Floskel. Sondern wird gelebt.
Immer, wenn Artikel erscheinen, in denen es explizit um Frauen geht, kommt sofort ein Kommentar eines Mannes, aus dem unterschwellig ein „mimimi“ herauszuhören ist.
Warum nicht einfach mal so stehen lassen?
Es geht auch nicht darum, Männern Bedeutung wegzunehmen oder eins auszuwischen. Es geht darum, Ungleichheit und Ungerechtigkeit sichtbar zu machen, zu thematisieren und über mögliche und nötige Veränderungen nachzudenken und zu reden. Peace!
Richtig, @ Sarah. Besser hätte man es nicht sagen können.
Den Frauen muss halt bewusst sein, dass die Welt, so wie sie ist, von Männern geschaffen ist. Es geht um Geld und Macht. Ziel ist es für jeden Reich zu werden und die Sau rauszulassen. Möglichst auf Kosten der anderen ohne Rücksicht. Sowas wie Empathie kann man hier nicht brauchen. Wenn Frauen jetzt Gleichberechtigung fordern, fordern sie ja nur, sich in diese Männerweilt eingliedern zu dürfen, was auch eine Form der Unterwerfung ist. Es gibt vereinzelt Frauen, die da schon drin sind. Die finde ich so ganz und gar nicht weiblich.
Viel lieber wäre es mir, wenn Frauen die einfühlsame, emotional klügere Hälfte der Weltbevölkerung bleibt und sie nicht auf Teufel komm raus, die Männerschuhe anziehen. Es geht nicht darum, dass Frauen in der Managerebene vertreten sind und in der Politik Heizungsgesetze verabschieden. Den meisten Frauen macht es Spaß mit ihrer einfühlsamen Art Kinder groß zu ziehen, wir Männer dagegen sind damit überfordert und einem kaltseeligen Manager würde ich damit auch nicht betrauen wollen. Aber Frauen bilden sich ein, dass sie dadurch zum Heimchen degradiert werden.
Ich glaube Gleichberechtigung wäre, wenn Frauen die Männerwelt so kleinreden würden, wie Männer die Frauenwelt. Managergehabe und Kaltseeligkeit für schlecht erklären und die Arbeit der Frau für die Bessere erklären. Also genau das, was wir Männer genau anders rum machen (im Kollektiv). Und natürlich muss das Geld dann auch reichen für Rente und Co, wie schon angesprochen. Aber wenn der Anspruch einer Frau es ist, gleich zum Mann zu werden, also reich und kalt, dann ist sie auf dem falschen Weg. Der Anspruch muss sein, dass ihr Leben ohne Änderung den gleichen Stellenwert bekommt und das passiert in den Köpfen.
Ich betrachte „mein“ Einkommen als das Einkommen des Haushalts. Ich habe auch für meine Frau, die sich um Kinder und Haushalt kümmert, eine Berufsunfähigkeitsversicherung, denn wenn sie den Beruf Hausfrau nicht ausüben kann, hab ich ein Problem. Ich habe auch Rentenversicherungen abgeschlossen, da ich von den Versicherungen aber nicht so überzeugt bin, soll sie später Ihre Rente auch oder größtenteils aus dem am Aktienmarkt aufgebauten Kapital ziehen. Vielleicht müsste die Politik das Ehegattensplitting auch auf die Rentenversicherung anwenden. Summe aller Einkünfte im Haushalt halbieren und der Rentenversicherung von Mann und Frau zu gleichen Teilen zuschreiben.
Das Einsperren von Menschen in (v.a. nur 2) Kategorien bringt uns in der Debatte nicht viel weiter. Am Ende sind wir alle MENSCHEN mit allen Fähigkeiten und Ausprägungen, die es eben so gibt.
Und jeder Mensch kann alles lernen. Ich kenne so viele einfühlsame Männer wie Frauen und so viele starke Frauen… Wir können uns entscheiden, welches Spiel wir spielen wollen… Und vor allem können wir als Gesellschaft die Spielregeln bestimmen, auch wenn es oft so scheint, als ob „die Reichen und Mächtigen“ alles in der Hand haben. Haben sie nicht. Nochmal Peace!